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Sportausschuss im Bundestag befasste sich mit dem Bädersterben in Deutschland

Montag 20. Januar 2020

Deutschland ein Land der Nicht-Schwimmer? Das will die Deutsche-Lebensrettungs-Gesellschaft (kurz DLRG) verhindern - und weist mit der Petition "Rettet die Bäder" auf das Bädersterben hin. Nun gelangte das Thema sogar in den Sportauschuss des Bundestags.

Gegen den Begriff des Bädersterbens

Klaus Hebborn vom Deutschen Städtetag wandte sich in der Sitzung gegen eine Skandalisierung der Lage und den Begriff des "Bädersterbens". Zwar würden hier und da mehrere kleinere Bäder geschlossen und durch ein größeres ersetzt, doch das bedeute nicht zwangsläufig einen Verlust an Wasserfläche. Allerdings seien viele Bäder gerade auf dem Land sanierungsbedürftig.

Das Innenministerium verwies auf Anfrage auf die Zuständigkeit der Kommunen. Die Verantwortung für deren Finanzausstattung wiederum liege teilweise bei den Ländern. Der Bund beteilige sich allerdings punktuell mit Geld am Neubau oder der Sanierung von Bädern. Die Kommunen können beispielsweise Geld aus dem Fonds "Sanierung kommunaler Einrichtungen im Bereich Sport, Jugend und Kultur" beantragen, der aktuell 750 Millionen Euro umfasst, erläuterte eine Sprecherin. In zwei vorigen Förderrunden wurden daraus laut Ministerium 22 Schwimmbäder mit Bundesmitteln von rund 50 Millionen Euro saniert. Weitere Anträge laufen. Auch aus anderen Bundesprogrammen lassen sich Mittel für Schwimmbäder verwenden - einen genauen Überblick über die Gesamtmenge hat die Bundesregierung allerdings nicht.

In der Stellungsnahme des Deutschen Städtetages zur Personalausstattung mit Fachkräften heißt es:

"... es ist davon auszugehen, dass sich die angespannte Personalsituation in deutschen Bädern weiter verschärfen wird. Dem sollte auf mehreren Ebenen begetnet werden: So sollten einerseits die Anstrengungen hinsichtlich der Nachwuchsrekrutierung erhöht werden. Andererseits kann die Attraktivität der Tätigkeit in Bädern gesteigert werden, indem das Badaufsichtspersonal organisatorisch und personell von zusätzlichen Belastungen befreit wird. (...)"


Weitere Informationen:

Mittwoch, 15. Januar 2020, 14.00 Uhr
Öffentliche Anhörung zur Situation der Schwimmbäder-Infrastruktur und der Personalausstattung mit Fachkräften

Detaillierte Informationen zur Sitzung auf der Internetseite des Ausschusses:
https://www.bundestag.de/ausschuesse/a05_Sport/anhoerungen/inhalt-schwimmbaeder-673256
Die Sitzung ist unter www.bundestag.de/mediathek abrufbar.

Informationsseite der Deutschen-Lebensrettungs-Gesellschaft:

https://www.dlrg.de/informieren/die-dlrg/


 

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